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Wednesday, 14 March 2007

Solarium

Besonders in der dunklen Jahreszeit suchen viele die Wärme und das Licht von Solarien. Nicht ohne Risiko. Die künstliche UV-Strahlung ist keineswegs schonender oder gesünder. Die Empfehlung des Bundesamtes für Strahlenschutz, insgesamt 50 Sonnenbäder pro Jahr nicht zu überschreiten, zählt auch für Solarienbesuche.

Es gibt keine sanfte UV-Strahlung

Aus den Solarienröhren leuchten meist UVA-Strahlen. Weil das im Vergleich zu UVB schwächere UVA-Licht nicht so schnell bräunt, wird eine hohe Dosis gewählt. Manche Bänke strahlen zehn Mal mehr ab als die stärkste Tropensonne. „Jeder Mensch hat ein UV-Konto, das durch jeden Strahl gefüllt wird“, erklärt Dr. Eva Kalbheim von der Deutschen Krebshilfe e.V. (DKH). Dazu zählen auch die UVA-Strahlen. Wer sein Konto überzieht, sich also häufiger der Strahlung aussetzt, als sein Körper verträgt, riskiert Erbgutschäden mit der möglichen Folge eines Hautkrebses.

UVA-Strahlung hat noch einen weiteren Nachteil, obwohl sie „schön braun“ macht, lässt sie die Haut verstärkt altern. UVA-Strahlen dringen bis in das Bindegewebe ein und sind dort Ursache für chronische Lichtschäden wie beispielsweise Hautalterung. Außerdem sind sie verantwortlich für die Bildung Freier Radikale und anderer schädlicher Substanzen die bei Lichteinwirkung entstehen.

Wenn Sie trotzdem ein Solarium besuchen möchten, sollte es wenigstens das Zertifikat vom „Runden Tisch Solarien“ haben, einer Initiative vom Bundesamt für Strahlenschutz. Das Qualitätssiegel besagt u.a., dass die Beratung durch geschulte Mitarbeiter erfolgt, die einen auf den Hauttyp ausgerichteten Dosierungsplan erstellen und dass die Geräte regelmäßig gewartet werden. Ein gutes Studio erkennen Sie auch daran, dass man Sie individuell berät, Ihnen ohne Nachfrage eine UV-Schutzbrille gibt und dass die Sonnenbänke vor jeder Benutzung gereinigt werden. Die Geräte sollten in Anlehnung an die Standards IEC* 60235-2-27 und DIN/EN 60335-2-27 klassifiziert sein. Entfernen Sie einige Stunden vor dem Besuch Parfüm und Schminke. Das UV-Licht kann chemische Reaktionen mit den Mitteln eingehen und Verbrennungen auslösen.

Nichts für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche haben nichts in Solarien zu suchen, sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie beruft sich dabei auf Studien, nach denen Menschen, die in jungen Jahren der Höhensonne ausgesetzt waren, besonders häufig Hautkrebs entwickeln. Sonnenempfindlichen und Menschen mit vielen Sonnensprossen rät die WHO ebenfalls von den Leuchtröhren ab. In Kalifornien und Frankreich gibt es bereits ein Solariumsverbot für unter Achtzehnjährige. .

Selbstbräuner

Eine gesündere Alternative zu Sonnenbädern sind Selbstbräuner. Sie verwenden den Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA), ein unbedenkliches Zuckermolekül. DHA reagiert mit den Proteinen der äußersten Hautschicht, der Hornschicht, und färbt sie ein. Da sich diese Zellen ständig erneuern, hält die künstliche Bräune nur drei bis vier Tage. Danach kann man den Vorgang jedoch beliebig oft wiederholen. Es gibt jedoch Menschen, die allergisch auf Inhaltsstoffe in Selbstbräunern reagieren. Probieren Sie deshalb das Produkt erst an einer kleinen Hautstelle aus und warten sie 24h. Menschen mit chronischen Hauterkrankungen, wie z.B. Schuppenflechte und Neurodermitis sollten Selbstbräuner nicht anwenden. Wer glaubt, sich mit dem Selbstbräuner auf die Urlaubssonne vorbereiten zu können, liegt schief. Diese Art der Bräune schützt nicht vor den gefährlichen ultravioletten Strahlen.

Den Ton finden

Die Bräune aus der Flasche wirkt am natürlichsten, wenn sie zum Hauttyp passt. Entweder Sie wählen ein Produkt für Ihren Hautton oder Sie orientieren sich am DHA-Gehalt. Ein hoher Anteil von sechs Prozent eignet sich für dunklere Typen. Hellhäutige sollten auf niedrig dosierte Mittel von zwei Prozent zurückgreifen. Wer mehr Farbe will, kann die Prozedur zwei bis drei Stunden später wiederholen. Bevor Sie aber loslegen, sollten Sie das Mittel erst an einer kleinen, unauffälligen Stelle auftragen und das Ergebnis beobachten.

Schön bräunen

Damit die Bräunung gleichmäßig wird, sollten Sie vor dem Aufbringen des Selbstbräuners stets ein Peeling durchführen. Damit werden sanft lockere und lose Hautschüppchen abgeschmirgelt, die unter Umständen sonst für fleckige Verfärbungen sorgen würden. Glatte Haut lässt sich gleichmäßiger einfärben. An Körperstellen mit dickeren Hornschichten wie Ellenbogen oder an Falten (z.B. zwischen Mund und Nase) sollten Sie den Selbstbräuner dünn verwenden, da sich diese Stellen sonst dunkler als die übrige Haut färben. Sparen Sie den Haaransatz und die Augenbrauen aus. Nach der Anwendung die Hände gut waschen. Duschen dürfen Sie aber erst 20 bis 30 Minuten später, wenn der Bräuner eingezogen ist. Bis dahin sollten Sie nicht mit Textilien in Berührung kommen. In vier bis sechs Stunden sehen Sie das endgültige Ergebnis.

Cremes sind wegen ihrer festen Konsistenz ideal für Anwendungen auf Gesicht, Hals und Dekolleté. Bei großen Flächen wie Beinen oder Rücken sind Sprays die bessere Wahl, weil sich der Nebel gleichmäßig auf der Haut verteilt.

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