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Solarium
Besonders in der dunklen Jahreszeit suchen viele die Wärme und das
Licht von Solarien. Nicht ohne Risiko. Die künstliche UV-Strahlung ist
keineswegs schonender oder gesünder. Die Empfehlung des Bundesamtes für
Strahlenschutz, insgesamt 50 Sonnenbäder pro Jahr nicht zu
überschreiten, zählt auch für Solarienbesuche.
Es gibt keine sanfte UV-Strahlung
Aus den Solarienröhren leuchten meist UVA-Strahlen. Weil das im
Vergleich zu UVB schwächere UVA-Licht nicht so schnell bräunt, wird
eine hohe Dosis gewählt. Manche Bänke strahlen zehn Mal mehr ab als die
stärkste Tropensonne. „Jeder Mensch hat ein UV-Konto, das durch jeden
Strahl gefüllt wird“, erklärt Dr. Eva Kalbheim von der Deutschen
Krebshilfe e.V. (DKH). Dazu zählen auch die UVA-Strahlen. Wer sein
Konto überzieht, sich also häufiger der Strahlung aussetzt, als sein
Körper verträgt, riskiert Erbgutschäden mit der möglichen Folge eines
Hautkrebses.
UVA-Strahlung hat noch einen weiteren Nachteil, obwohl sie „schön
braun“ macht, lässt sie die Haut verstärkt altern. UVA-Strahlen dringen
bis in das Bindegewebe ein und sind dort Ursache für chronische
Lichtschäden wie beispielsweise Hautalterung. Außerdem sind sie
verantwortlich für die Bildung Freier Radikale und anderer schädlicher
Substanzen die bei Lichteinwirkung entstehen.
Wenn Sie trotzdem ein Solarium besuchen möchten, sollte es wenigstens
das Zertifikat vom „Runden Tisch Solarien“ haben, einer Initiative vom
Bundesamt für Strahlenschutz. Das Qualitätssiegel besagt u.a., dass die
Beratung durch geschulte Mitarbeiter erfolgt, die einen auf den Hauttyp
ausgerichteten Dosierungsplan erstellen und dass die Geräte regelmäßig
gewartet werden. Ein gutes Studio erkennen Sie auch daran, dass man Sie
individuell berät, Ihnen ohne Nachfrage eine UV-Schutzbrille gibt und
dass die Sonnenbänke vor jeder Benutzung gereinigt werden. Die Geräte
sollten in Anlehnung an die Standards IEC* 60235-2-27 und DIN/EN
60335-2-27 klassifiziert sein. Entfernen Sie einige Stunden vor dem
Besuch Parfüm und Schminke. Das UV-Licht kann chemische Reaktionen mit
den Mitteln eingehen und Verbrennungen auslösen.
Nichts für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche haben nichts in Solarien zu suchen, sagt die
Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie beruft sich dabei auf Studien,
nach denen Menschen, die in jungen Jahren der Höhensonne ausgesetzt
waren, besonders häufig Hautkrebs entwickeln. Sonnenempfindlichen und
Menschen mit vielen Sonnensprossen rät die WHO ebenfalls von den
Leuchtröhren ab. In Kalifornien und Frankreich gibt es bereits ein
Solariumsverbot für unter Achtzehnjährige. .
Selbstbräuner
Eine gesündere Alternative zu Sonnenbädern sind Selbstbräuner. Sie
verwenden den Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA), ein unbedenkliches
Zuckermolekül. DHA reagiert mit den Proteinen der äußersten
Hautschicht, der Hornschicht, und färbt sie ein. Da sich diese Zellen
ständig erneuern, hält die künstliche Bräune nur drei bis vier Tage.
Danach kann man den Vorgang jedoch beliebig oft wiederholen. Es gibt
jedoch Menschen, die allergisch auf Inhaltsstoffe in Selbstbräunern
reagieren. Probieren Sie deshalb das Produkt erst an einer kleinen
Hautstelle aus und warten sie 24h. Menschen mit chronischen
Hauterkrankungen, wie z.B. Schuppenflechte und Neurodermitis sollten
Selbstbräuner nicht anwenden. Wer glaubt, sich mit dem Selbstbräuner
auf die Urlaubssonne vorbereiten zu können, liegt schief. Diese Art der
Bräune schützt nicht vor den gefährlichen ultravioletten Strahlen.
Den Ton finden
Die Bräune aus der Flasche wirkt am natürlichsten, wenn sie zum
Hauttyp passt. Entweder Sie wählen ein Produkt für Ihren Hautton oder
Sie orientieren sich am DHA-Gehalt. Ein hoher Anteil von sechs Prozent
eignet sich für dunklere Typen. Hellhäutige sollten auf niedrig
dosierte Mittel von zwei Prozent zurückgreifen. Wer mehr Farbe will,
kann die Prozedur zwei bis drei Stunden später wiederholen. Bevor Sie
aber loslegen, sollten Sie das Mittel erst an einer kleinen,
unauffälligen Stelle auftragen und das Ergebnis beobachten.
Schön bräunen
Damit die Bräunung gleichmäßig wird, sollten Sie vor dem Aufbringen
des Selbstbräuners stets ein Peeling durchführen. Damit werden sanft
lockere und lose Hautschüppchen abgeschmirgelt, die unter Umständen
sonst für fleckige Verfärbungen sorgen würden. Glatte Haut lässt sich
gleichmäßiger einfärben. An Körperstellen mit dickeren Hornschichten
wie Ellenbogen oder an Falten (z.B. zwischen Mund und Nase) sollten Sie
den Selbstbräuner dünn verwenden, da sich diese Stellen sonst dunkler
als die übrige Haut färben. Sparen Sie den Haaransatz und die
Augenbrauen aus. Nach der Anwendung die Hände gut waschen. Duschen
dürfen Sie aber erst 20 bis 30 Minuten später, wenn der Bräuner
eingezogen ist. Bis dahin sollten Sie nicht mit Textilien in Berührung
kommen. In vier bis sechs Stunden sehen Sie das endgültige Ergebnis.
Cremes sind wegen ihrer festen Konsistenz ideal für Anwendungen auf
Gesicht, Hals und Dekolleté. Bei großen Flächen wie Beinen oder Rücken
sind Sprays die bessere Wahl, weil sich der Nebel gleichmäßig auf der
Haut verteilt.
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